EINE DOKUMENTATION
Panorama Kettwig-Stausee © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten

Bahnstation Kettwig-Stausee

Bau und Streckeneröffnung Am 10. April 1945 sprengten deutsche Soldaten alle drei Brücken, die über die Ruhr führten. Dadurch sollten amerikanische Truppen gehindert werden, über die Ruhr zu gelangen. Nach Kriegsende wurde der Bahnverkehr wieder aufgenommen. Als Erstes baute man einen provisorischen Bahnsteig für die neue Bahnstation Kettwig-Pusch. Hier hielten die Züge aus Düsseldorf und im damaligen Bahnhof Kettwig die Züge von Mülheim an der Ruhr. 1948 begann man mit der Beseitigung der Trümmer. Für den Wiederaufbau war die am 7. September 1949 neu gegründete Deutsche Bundesbahn (DB) zuständig. Im März 1951 bestand die zweigleisige Brücke der Düsseldorfer Strecke die Belastungsprobe. Damit konnte der reguläre Zugverkehr auch über die Strecke nach Velbert und weiter nach Wuppertal wieder aufgenommen werden. Die Haltestelle wurde von Kettwig Pusch in Kettwig Stausee umbenannt. Der Bahnhof (es gab eine Weiche), erhielt ein provisorisches, hölzernes Stationsgebäude mit Pultdach sowie ein aus Wellblech gefertigtes Stellwerkshäuschen.

Das Empfangsgebäude Kettwig-Pusch

1952 baute die DB einen zweigliedrigen, einstöckigen und verputzten Pavillon auf T- förmigem Grundriss mit Flachdach, der sich unterhalb und direkt am Bahndamm befand. Hier endete die Strecke von Mülheim-Styrum. Dieser Bahnsteig erhielt ab 1953 die Bezeichnung Kettwig Stausee und diente als Umsteigemöglichkeit nach Mülheim und Velbert. Über einen Treppenaufgang (ähnlich dem heutigen Aufgang), konnte der Inselbahnsteig zur Düsseldorfer Strecke erreicht werden. Hinzu kam ein separates Schrankenwärterhäuschen. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Die Behelfshaltestelle gab es bis zum 1. September 1968, da der Personenverkehr auf der „Niederbergbahn“ nach Velbert eingestellt wurde. 1968 wurde die S-Bahnlinie S1 nach Essen verlängert. Es war die erste S-Bahn in Nordrhein-Westfalen. Dadurch bedingt installierte die DB eine Oberleitung und veränderte den Bahnsteig. Der Bahndamm wurde mit Bruchsteinen befestigt und ein Treppenaufgang mit Personentunnel zum Inselbahnsteig gebaut. Am 1. Januar 1975 wurde Kettwig nach Essen eingemeindet. 1981 ließ die DB das Stationsgebäude von 1952 abreißen. 2006 wurde der Bahnsteig erneuert. Was hat sich verändert, was ist geblieben Da Kettwig ein beliebtes Ausflugsziel ist, können die Reisenden wählen, an welcher Seite der Ruhr er ein- oder aussteigen möchte.
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Bilder Kettwig Pusch
Luftaufnahme