EINE DOKUMENTATION
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Am 15. Februar 1856 wurde die 11,77 km lange Verbindung zur Reichsgrenze von der Cöln- Mindener Eisenbahn- Gesellschaft in Betrieb genommen. Schon acht Monate später, am 20. Oktober 1856, folgte die 46,84 km lange Strecke von Dinslaken nach Emmerich. Der Bahnhof wurde gemeinsam mit der Niederländischen Rhein-Eisenbahn genutzt. Das Empfangsgebäude war aus militärischen Gründen aus Holz gebaut worden, um es im Kriegsfall schnell zerlegen und abtransportieren zu können. In Bahnhof gab es einen Güterschuppen. 1911 verlängerte man die Ladegleise und vergrößerte den Güterschuppen. Ein Personentunnel zu den Bahnsteigen wurde angelegt. Nach dem Ersten Weltkrieg stand der Bahnhof bis 1920 unter niederländischer Verwaltung. 1923 verlängerte man den Personentunnel. 1928 erhielt der Bahnhof ein Stellwerk mit einer Personenbrücke über den Gleisen und eine Zollkanzel für die Kontrolle der Güterwagen. 1930 baute die Deutsche Reichsbahn das Empfangsgebäude um. Das Erscheinungsbild hat sich dadurch verbessert. Der Bahnhof wurde am 7. Oktober 1944 komplett zerstört. Das am 25. November 1954 aus “Emmericher Klinker” erbaute neue Empfangsgebäude ist weitgehend dem Stationsgebäude von Wesel identisch. Der Architekt war Erich Eickemeyer. Emmerich war bis Anfang 2000 Lokwechselbahnhof für den Grenzverkehr nach Holland. Heute fahren die Züge durchgehend in die Niederlande, ein Nahverkehr findet nicht mehr statt.
Die Eisenbahn “kam” am 15. Februar 1856 nach Emmerich. Also 21 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Emmerich hatte zu diesem Zeitpunkt 7.397 Einwohner (Ende 2013 waren es 30.105 Einwohner).
Bahnstation Emmerich Bahnstation Emmerich
Bilder Emmerich
Bahnhof 1848
Luftaufnahme
Bahnhof um 1956
Bahnhof 1910 Bahnhof um 1956
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