EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Eppstein von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Durch die schwierigen topografischen Verhältnisse, insbesondere dem Eppsteiner Tunnel, verzögerte sich der Streckenbau. Der Bahnhof liegt an der 67,8 Kilometer langen „Main-Lahn-Bahn“ zwischen Frankfurt am Main und Limburg (Lahn), die von der Hessische Ludwigs Eisenbahn-Gesellschaft am 15. Oktober 1877 eröffnet wurde. Das Empfangsgebäude Eppstein Das traufenständige, einstöckige Fachwerkgebäude mit Satteldach wurde um 1877 in Betrieb genommen. Im Gebäude gab es einen Warteraum mit Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie Diensträume. In Richtung Tunnel gab es ein separates giebelständiges Bauwerk, dessen Nutzung unbekannt ist. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1885 endstand eine wahrscheinlich hölzerne Aufenthaltshalle. 1890 wurde eine Brücke über den Schwarzbach zum Bahnhof gebaut. 1894 baute man zur Sicherung des Hangs hinter dem Bahnhof entlang der Strecke eine Bruchsteinmauer mit verstärkten Arkaden. Bedingt durch den starken Ausflugsverkehr von Wiesbaden und Frankfurt plante man den Bau eines neuen Stationsgebäudes. Das zweite Empfangsgebäude 1903 erhielt der Bahnhof ein zweistöckiges Stationsgebäude auf rechteckigem Grundriss und Seitenlage im Heimatstil. Die Dächer waren aus grünlichen Taunusschiefer mit verschindeltem Trempel (Außenwand auf der die Dachkonstruktion aufliegt) und verknüpften Giebeln zwischen niedrigen Anbauten, die im Westen durch einen burgartigen Vorbau mit Zinnenbrüstung endete. Die Bogenfenster besaßen Gitter im Jugendstil. Im Erdgeschoss gab es eine Schalterhalle mit Fahrkarten- und Gepäckschalter, Wartesäle für alle Klassen sowie eine Bahnhofgaststätte. Im Obergeschoss befanden sich Dienstwohnungen. Auf der gegenüberliegenden Gleisseite entstand 1910 ein Güterschuppen aus Fachwerk auf einem Bruchsteinsockel. Es hatte ein überkragendes Satteldach als Wetterschutz über den Seitenrampen. Die Giebel waren dekorativ verschalt. Ein Dienstraum befand sich in einem Anbau. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse III. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1905 bis 1910 wurde durch die Hanglage bedingt eine Dammmauer aus Bruchstein mit tiefen Blendbögen sowie einer Brüstung errichtet. 1911 bis 1913 wurde das zweite Streckengleis verlegt. Im Jahr 2002 begannen die Bauarbeiten für einen neuen Tunnel, der parallel zum alten Eppsteiner-Tunnel verlief und 2013 eröffnet wurde. Der alte Tunnel wurde geschlossen. Nach zehnjährigem Leerstand wurde 2003 das Empfangsgebäude von einer Gesellschaft der Stadt Eppstein gekauft und 2005 saniert. Am 26. Mai 2007 wurde der „Stadtbahnhof“ wieder Eröffnet. 2008 wurde der Fachwerkschuppen trotz Denkmalschutz abgerissen. Was hat sich verändert, was ist geblieben Heute teilen sich mehrere Einrichtungen das Gebäude, unter anderem das Bürgerbüro. Das Empfangsgebäude und die Stützmauer stehen als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz.
Die Eisenbahn “kam” am 15. Oktober 1877 nach Eppstein. Also 42 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Eppstein hatte zu diesem Zeitpunkt 794 Einwohner (Ende 2020 waren es 13.620 Einwohner).
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Bilder Eppstein
Luftaufnahme
Bahnhof 1926
Bahnhof 1926 Main-Lahn-Bahn Frankfurt (Main) Hbf Limburg (Lahn) Bahnstation Eppstein Bahnstation Eppstein Planung und Konzession