EINE DOKUMENTATION
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Bau und Streckeneröffnung Am 15. November 1852 wurden 150 Edenkobener Bürger ins Rathaus bestellt, wo sie eine Entschädigung von der Bahngesellschaft quittierten. Sie ahnten nicht, dass die Eisenbahndirektion eine Nachricht veröffentlicht hatte, dass nur in den Ortschaften Kirrweiler und Edesheim eine Bahnstation vorsah. Es hagelte speziell von Edenkoben daraufhin Proteste und Eingaben an die Eisenbahndirektion. Offensichtlich hatten die Edenkobener damit Erfolg. Der Bahnhof wurde schließlich gebaut. Am 18. Juli 1855 nahm die Pfälzische Maximiliansbahn-Gesellschaft (P. M. E.) ihre 18,41 km lange, eingleisige Strecke von Neustadt (Haardt) (heute Hbf) über Maikammer-Kirrweiler nach Landau (Pfalz) Hbf in Betrieb. Die 44,55 Kilometer lange Gesamtstrecke zur Reichsgrenze und weiter zum französischen Wissembourg wurde am 26. November 1855 eröffnet. Wissembourg war Zollbahnhof zwischen Frankreich und Bayern.

Das Empfangsgebäude Edenkoben

Das verputzt Empfangsgebäude von 1856 lehnte sich an die Architektur der Villa Ludwigshöhe an. Das dreigliedrige Gebäude bestand aus zwei giebelständigen, zweieinhalbstöckigen Gebäudeteilen, die von einem traufenständigen, eineinhalb stöckigen Bauwerk verbunden wurden. Das klassizistische Gebäude besaß Rundbogenfenster und Satteldächer. Das Erdgeschoss hatte an der Ortseite einen Arkadenvorbau. Durch ihn gelangten die Reisenden in das Vestibül (repräsentative Eingangshalle). Von dort konnten sie in die Wartesäle für die entsprechenden Wagenklassen sowie Fahrkarten- und Gepäckschalter gelangen. Zwischen den Wartesälen gab es Buffets. Weitere Diensträume und ein Bahnhofsrestaurant waren ebenfalls eingerichtet worden. Der Hausbahnsteig verfügte über eine hölzerne Überdachung. Ein Güterschuppen ergänzte die Bahnhochbauten. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse II. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Am 16. Dezember 1912 eröffnete die schmalspurige Pfälzische Oberlandbahn den Betrieb von Neustadt (Weinstraße) bis Edenkoben und am 13. Januar 1913 das Teilstück nach Landau. Am 9. April 1936 baute die Deutsche Eisenbahn-Gesellschaft (DEG) eine 1,8 km lange Strecke zur Villa Ludwigshöhe. Die DEG unterhielt in Edenkoben einen eigenen Bahnhof. Am 5. Januar 1945 wurde das Stationsgebäude von 1856 durch einen Bombentreffer auf einen Munitionszug zerstört.

Das zweite Empfangsgebäude

Der im Zweiten Weltkrieg vollkommen zerstörte alte Bahnhof wurde durch ein neues Bauwerk ersetzt. Der 1956 eröffnete elegante Pavillon mit Flachdach verfügte über viele großflächige Fenster. Neben einer Gaststätte gibt es eine angeschlossene Güterabfertigung. Der Architekt Heinz Falck erreichte durch veränderte Maßverhältnisse ein optisch größeres Gebäude. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Am 31. Januar 1955 stellte die Deutsche Eisenbahn-Gesellschaft den Betrieb der Oberlandbahn ein. 2003 baute die Deutsche Bahn AG (DBAG) neue Bahnsteige und ersetzte den Mittel- gegen einen Seitenbahnsteig. Ein Personentunnel sorgte für den ungehinderten Zugang. Der Fahrkartenverkauf wurde in Jahr 2000 eingestellt. Der Bahnhof erhielt im April 2010 ein modernes Stellwerk im Stationsgebäude. Seit der Inbetriebnahme eines neuen Stellwerks in Landau wurde auch der Fahrdienstleiter eingespart. Der Bahnhof verfügt noch heute über einen regen Güterverkehr für eine internationale Industriefirma. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Stationsgebäude von 1955 ist bis heute erhalten.
Filmbild Edenkoben
Bilder Edenkoben
Bahnhof von 1856
Luftaufnahme
Bahnhof 1956
Bahnhof von 1856 Bahnhof 1956 Neustadt (Weinstr.) - Karlsruhe Neustadt (Weinstr) Hbf Karlsruhe Hbf

Bahnstation Edenkoben

Planung und Konzession